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Unter der Bezeichnung MEDUSA wickeln wir seit 1995 ein Langzeitprojekt mit dem Bundesamt für Strahlenschutz und Umweltministerien deutscher Länder ab.
Ziel des Projekts ist, den europäischen Behörden, die für die Überwachung von radiologischen und metereologischen Meßwerten zuständig sind, eine sicheren Austausch von hochsensitiven Daten zu ermöglichen. Ein zentraler Serverrechner in Deutschland übernimmt dabei die Funktion einer Datendrehscheibe. Alle Daten von allen angeschlossenen Partnern werden automatisch von diesem Rechner abgeholt und an die interessierten Stellen weiterverteilt. Das System gestattet den Normal- und Alarmbetrieb.
Da der Datenaustausch vollständig automatisiert ist, ist der administrative Aufwand für die Systembetreuer nach der Installations- und Testphase äußerst gering.
Als Vehikel für den Datentransport werden wahlweise
MultiKOM und ftp eingesetzt, wobei MultiKOM aus Sicherheitsgründen bei allen Systemen der Vorzug zu geben ist, in denen die Systemadministration nicht die Kenntnisse oder die Zeit hat, umfassende Sicherheitskonzepte zu realisieren.
Die nötigen Investitionen für die Teilnahme an dem Datenaustauschverfahren sind minimal, sowohl für die Hardware als auch für die Software und für die Anwenderschulung. So können auch europäische Partner mit einem kleinen Budget für Forschung und Entwicklung teilnehmen. Um der unterschiedlichen Hardwareausstattung der einzelnen Partner Rechnung tragen zu können, wurde das System betriebssystemunabhängig konzipiert.